Neue Kronen Zeitung, 25. April 2000


Nach Schweizer Vorbild soll in Innsbruck besondere Ausbildungsstätte entstehen:
Schule für hochbegabte Kinder

Auch wenn sich viele Eltern solche Kinder wünschen. Die kleinen Einsteins haben es nicht immer leicht. Ihre Begabung macht sie oft zu Außenseitern. Andreas Maislinger vom Verein für hochbegabte Kinder will solche "Problemfälle" ab Herbst in einer eigenen Schule für Hochbegabte in Innsbruck ausbilden.

VON CLAUDIA THURNER

Maislinger schätzt, dass es in Innsbruck etwa 120 hochbegabte Volksschüler gibt. Doch für alle, darüber ist er sich klar, ist seine Schule nicht geeignet. "Viele Hochbegabte fühlen sich in normalen Volksschulen wohl. Für sie ist meine Schule nicht gedcht", meint er. "Ich möchte jenen eine Alternative bieten, die durch ihr Talent isoliert sind." Und das wären statistisch gesehen fünf bis zehn Kinder in Innsbruck.

Österreichweit wäre es die erste Volksschule für Hochbegabte. Eine Privatschule nach Vorbild der 1998 in Zürich gegründeten "Talenta".

Landesschulrats-Präsident Sebastian Mitterer kann Maislingers Idee durchaus etwas abgewinnen, weiß er doch, "wie schwer es ist, für Hochbegabte eine geeignete Schule zu finden". Derzeit gibt es die Möglichkeit, Klassen zu überspringen. Trotz- dem glaubt Mitterer, dass das Einzugsgebiet um Innsbruck zu klein ist, um eine eigene Schule zu gründen. Und er bibt noch einen zweiten Aspekt zu bedenken: "Kinder müssen auch soziale Kompetenzen lernen. Dafür sind Klassenverbände geeignet."

Maislinger ist fest entschlossen, im Herbst zu starten. Heute Abend informiert er Interessierte im Stadtcafé Innsbruck (Beginn: 20 Uhr).


 Aktuell vom 26.7.2000

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