Salzburger Nachrichten-Sonderbeilage 2/2004
Gemeindeentwicklung Salzburg Juli 2004-08-14

St. Georgen lebensWERT

ST. GEORGEN. Die gelungenen Symposien des Jahres 2003 waren die Initialzündung für jährliche Veranstaltungszyklen in der Flachgauer Gemeinde St. Georgen.

Träger ist die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Georg-Rendl-Gesellschaft und der Pfarre St. Georgen. „Lignum 04“ unter der künstlerischen Beratung von Prof. Karl-Heinz Schönswetter ist die Fortsetzung des St. Georgener Holzsymposions 2003. Lignum steht unter dem Thema „Kreuzweg – Kreuzwege 2004“ und wurde am 28. Juni eröffnet: Gearbeitet wird am Platz vor der Gemeinde unter der Leitung von Christof Paulowitz. Deutsche, italienische und österreichische Künstler haben zugesagt und arbeiten an einem Kreuzweg. Keine Einschränkung, sondern Anregungen sollten die Vorgaben des Kreuzweges in katholischen Kirchen sein. Ob 14 Kreuzwegstationen in einem Stamm oder das eigene Kreuzwegerleben bis zur Auferstehung verarbeitet werden, sollte im Blickwinkel der freien Gedankenäußerung betrachtet werden.

Nach der Präsentation am Platz vor der Gemeinde werden die Objekte im öffentlichen Raum positioniert. Hier fließt die Idee der Landmarken ein: Bestimmte „besondere“ Orte im Gemeindegebiet wurden durch Wegzeichen, Kapellen und Bildstöcke oder einfach nur durch Bäume markiert. Der Kreuzweg wird dann im Reigen der Landmarken einen „Heiligen Ort“ zwischen Kirche und Siglhaus definieren. „Lignum“ ist eines von drei Projekten im Landmarkenverbund gemeinsam mit der „S T A H L“ in Riedersbach in Oberösterreich und dem „Farbwerk“ in St. Radegund in Oberösterreich, das wiederum das Bindeglied zu den Landmarken nach Burghausen in Bayern ist.

Rendls Werk beleuchten

Das Projekt, ein sichtbares Zeichen des Georg Rendl Symposions, wird im Rahmen des Symposions vom Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser eingeweiht bzw. eröffnet.

Das 2. Georg Rendl Symposion zum Thema „Priester-Mistbeete“ wird unter der Leitung von Dr. Andreas Maislinger vom 7. bis 10. Oktober stattfinden. Seit Jahrzehnten bestimmt das Thema Priestermangel die Diskussion in der Katholischen Kirche. Dass es trotz der abnehmenden Zahl an Priesterweihen noch immer Pfarrgemeinden mit einem vergleichsweise starken Priesternachwuchs gibt, wird wenig beachtet. Obwohl man in (fast) jeder Diözese eines oder mehrere dieser „Mistbeete“ für die Berufung von Priestern kennt, gibt es bis jetzt kein echtes Bewusstsein für diese anhaltende Stärker der Kirche. Genau hier wird das 2. Georg Rendl Symposion in St. Georgen bei Salzburg ansetzen. Der Schriftsteller Georg Rendl wollte selbst Priester werden und hat sich in seinem 1934 erschienenen Roman „Der Berufene“ damit auseinandergesetzt.

Das Symposion hat es sich ja zum Ziel gesetzt, sich jährlich mit Themen von Rendls Werk zu beschäftigen. 2003 ging es unter dem Titel „Land-Schriftsteller“ um das Verhältnis Schriftsteller und Landbevölkerung, 2005 soll Rendls „Bienenroman“ Ausgangspunkt für eine Begegnung zwischen Imkern und Schriftstellern sein.

 
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