Innsbruck, 12. Januar 2005

Verehrter Herr Erzbischof Zollitsch,

soeben habe ich in kath.net gelesen, dass Sie für 2006 ein „Jahr der Berufung“ ankündigen.Im Blick auf Priester- und Ordensberufungen gebe es Ihrer Meinung nach durchaus manche Blockade in den Gemeinden und Seelsorgeeinheiten. Sie fordern die Pfarrgemeinderäte, die im Herbst 2006 neu gewählt werden, auf sich dem Thema Berufung zu widmen.

Anfang Oktober 2004 haben wir uns in meiner Heimatgemeinde St. Georgen bei Salzburg beim 2. Georg Rendl Symposion die Frage nach der Herkunft unserer Priester gestellt.

Eingeladen waren Pfarrgemeinden mit starkem Priesternachwuchs aus dem ganzen deutschen Sprachraum. Nach mehr als zweijährigen Nachforschungen konnte ich 71 „Priester-Mistbeete“ finden und zum Symposion einladen. Aus dem Erzbistum Freiburg war leider keine Pfarrgemeinde vertreten.

Ich denke, dass diese Pfarrgemeinden durch Ihren vergleichsweise starken Priesternachwuchs einige Anregungen für das „Jahr der Berufung“ geben könnten. Ein Ergebnis des Priester-Symposions ist es jedoch, dass sich kaum jemand für diese „Erfolgsmodelle“ im Bereich des Priesternachwuchses interessiert. Gerade kirchliche Medien sind viel mehr damit beschäftigt den Priestermangel zu beklagen.

Eine Dokumentation der „Priester-Mistbeete“ finden Sie unter www.maislinger.net/rendl

Herzliche Grüße aus Innsbruck
Dr. Andreas Maislinger

 

 
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