St. Georgen bei Salzburg

9. November 2002


Lieber Andreas !

Ich habe vom Zauner von Deinem geplanten Symposium zum Thema "Berufungen" im Oktober 2003 gehört und muss sagen, ich bin begeistert. Erstens freuen mich sowieso Themen, die den positiven Charakter einer Sache betonen und nicht nur kritisieren, aber die Tragweite dieses Themas fasziniert mich besonders. Wie ich gehört habe, wie große Kreise dieses Thema schon bei der Ankündigung zieht - vor allem bei verschiedenen Bischöfen - das ist wirklich eine tolle Sache und könnte auch St.Georgen ein bisschen bekannter machen und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Wir "verkaufen" unsere Werte ohnedies sehr schlecht, unsere super Landschaft, die Ruhe und auch unsere kulturellen Schätze. Vielleicht wird dies neben Rendl im Jahr 2003 besser.

Da mich dieses Thema auch betrifft, schließlich war ich auch einmal Kandidat für eine Berufung, habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht und möchte sie Dir vorstellen. Einige Gründe, warum es bei uns so viele Priesterberufungen gegeben hat - und was ebenfalls sehr bemerkenswert ist, nur 2 (Matzinger und Giglmayr Johann) sind den direkten Weg gegangen, die anderen vier erst als so genannte "Spätberufene" wie etwa Bamberger Josef, Giglmayr Tobias, Scharl Franz und auch Welkhammer Josef. Auch etwa der Ordensbruder Hofinger Fritz jun. der in St-Peter schon einiges bewirkt hat. Auch einige geistliche Schwestern gibt es, nicht zu vergessen das Moorbad "St.Felix". Das führe ich auf folgende Fakten zurück:

1) In unserer Gemeinde hat der Glaube noch einen hohen Stellenwert. Bis vor kurzem war der Kirchenbesuch sehr gut, die kirchlichen Feste werden unter breiter Mitwirkung der Bevölkerung gefeiert wie etwa die Fronleichnamsprozession, Erntedank, Weihnachten, Ostern usw. Auch die Vereine sorgen für einen prächtigen Rahmen bei solchen Veranstaltungen.

2) Wir haben vier Kirchen in unserer Pfarre, wo regelmäßig Messen gelesen werden, außerdem viele Kapellen und BildstöckeIn, die gut betreut werden und wo ebenfalls Veranstaltungen (z.B. Maiandachten) stattfinden. Außerdem sind eigentlich alle von hohem künstlerischen Wert und liebevoll geschmückt, was einem einen Besuch wesentlich mehr nahe legt als etwa die Kirchen in Bürmoos oder Lamprechtshausen.

3) In Eching gibt es jede Woche einen Fatima - Rosenkranz um Priesterberufe (Sigl Schosch sprich Thalmeier fragen).

4) In Eching haben Hans Giglmayr und Thalmeier Georg (Sigl Schosch) vom Sportzentrum bis zur Stierlingwaldkapelle einen Kreuzweg angelegt, der ebenfalls regelmäßig (jede Woche) von einer Gruppe begangen und an allen Stationen gebetet wird. Auch der Pfarrer verkündet diesen Kreuzweg regelmäßig in der Kirche.

5) Es gibt in unserer Gemeinde eine Reihe von Wallfahrten, die jedes Jahr durchgeführt werden (Maria Schmolln, Maria Eck bei Traunstein - seit 1642 (!), usw. Besonders hervorzuheben sind die Wallfahrten nach Lourdes und Fatima, die immer der Buchner Felix organisiert hat und jetzt von Penninger Josef sen. weitergeführt werden. Auch der Pfarrer organisiert regelmäßig Wallfahrten zu verschiedenen Zielen, wo immer ein oder zwei Busse fahren - teilweise in Kooperation mit anderen Pfarren, so etwa Anthering oder Kuchl, wo gute Freunde von ihm wirken. Wenn man die geistige Bedeutung kennt, die solche Gnadenorte für die Besucher darstellen (in der Radiästhesie spricht man von Orten der Kraft), braucht man sich auch meines Erachtens nicht wundern, dass bei uns ein anderer Stil herrscht mit viel Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt und dass das eben sehr förderlich ist für geistige Berufe.

7) Auch dass bei uns viele Ministranten ihren Dienst am Altar versehen, spielt dabei eine Rolle, denn erstens ergeben sie ein schönes Bild und weiters kommen oft aus diesem Kreis später Kandidaten für geistliche Berufe.

Alle diese angeführten Punkte sind meines Erachtens gute Gründe, warum aus unserer Gemeinde so viele Geistliche und Ordensleute kommen. Diese Anregungen möchte ich Dir weitergeben und Dir im übrigen gutes Gelingen für dieses Vorhaben wünschen, das sicher für einiges positive Aufsehen in Kirchen- und anderen Kreisen sorgen wird.

Herzliche Grüße und Alles Gute
Josef Erbschwendtner

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